Die Edmundsklamm

Die Edmundsklamm ist eine Felsschlucht mit steilen Sandsteinfelsen im Nationalpark Böhmische Schweiz. Die Kahnfahrten durch die Klamm sind ein Erlebnis. Nach einem schweren Waldbrand 2022 blieb die Klamm gesperrt, um die Unfallgefahr durch Baumstürze zu verringern. Seit 19. Juli 2025 ist die Edmundsklamm wieder geöffnet.
Die Edmundsklamm ist eine der Schluchten in der Kamnitzklamm und hat seit Juli 2025 wieder geöffnet. Die Klamm heißt auf Tschechisch Edmundova soutěska und erstreckt sich im unteren Bereich des Kamnitztales über etwa 3,5 Kilometer zwischen der Stimmersdorfer Brücke unterhalb von Mezná und dem Grenzort Hřensko. Nach dem großen Waldbrand im Sommer 2022 haben Geologen und Holzarbeiter die Wasserwege gereinigt und neue Anlegestellen gebaut. Das veränderte Landschaftsbild bietet heute ganz neue Ausblicke auf die nackten Sandsteinfelsen im Nationalpark Böhmische Schweiz.



So war das früher in der Edmundsklamm
Bereits im Jahr 1889 machten erste Schwimmbrücken und Stege des Gebirgsvereins die Klamm zugänglich. Den echten Durchbruch brachte jedoch der Ausbau unter Fürst Edmund Clary-Aldringen, nach dem die Schlucht dann auch benannt wurde. Er investierte 17.000 Gulden, um durch den Baumeister Anton Dagostini Tunnel und Galerien in den Fels sprengen zu lassen. Nach der Eröffnung 1890 und einer Modernisierung in den 1960er Jahren geht man heute noch auf diesem Weg von damalsdurch die Klamm. Die Namensgeschichte der Edmundsklamm ist interessant: Aus der ursprünglichen Bezeichnung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die Stille Klamm, zwischenzeitlich hieß sie Ďurišova Schlucht, bevor man zum 21. Jahrhundert zum historischen Namen Edmundsklamm zurückkehrte.
Die Edmundsklamm wechselte häufiger ihren Namen:
Sie wurde früher als Tichá Schlucht bezeichnet. Nach ihrer Rekonstruktion in den 1960er Jahren und in den 1950er und frühen 1960er Jahren als Ďurišova Schlucht (nach dem Minister für Forstwirtschaft aus den 1950er Jahren) bekannt. Seit dem frühen 21. Jahrhundert trägt sie wieder ihren historischen Namen, benannt nach dem Besitzer des Teplice-Anwesens, der die Landschaft hier maßgeblich entwickelte.
Neue Regeln für die berühmte Kahnfahrt
Das Erlebnis in der Klamm ist die rund 960 Meter lange Kahnfahrt inklusive des beliebten künstlichen Wasserfalls. Aufgrund des Waldbrands, gelten seit der Wiedereröffnung im Jahr 2025 neue Regeln. Ein individuelles Erkunden auf eigene Faust ist nicht mehr erlaubt; der Einlass erfolgt ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour mit zwei Wanderführern. Die Besucherzahlen sind stark reglementiert. Es können nur 20 bis 25 Personen in einer geführten Gruppe durch die Klamm. Die erste geführte Tour gibt es um 10 Uhr, die letzte Gruppe geht um 17 Uhr hinein. Dazwischen gibt es die Führungen stündlich. Die Kahnfahrt wird als Pendelverkehr betrieben. Das bedeutet, dass man nach der Fahrt auf der Kamnitz wieder per Boot zum Ausgangspunkt zurückkehrt, da der Weg zur benachbarten Wilden Klamm noch nicht passierbar ist.
Wissenswert für deinen Besuch
Der Startpunkt für den Besuch der Edmundsklamm ist in Hřensko. Für die Anreise empfiehlt sich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, die für Übernachtungsgäste ab der zweiten Nacht dank der Gästekarte kostenlos ist. So sparst du dir das teuere Parken im Ort. Die Kahnfahrten werden von Ostern bis Ende Oktober angeboten. Beachte, dass der benachbarte Gabrielensteig in Richtung weiterhin gesperrt bleibt.
Edmundsklamm Eintritt & Preise
| Ticket Edmundsklamm | Mai, Juni, Sept, Okt | Juli & August (Hauptsaison) |
| Erwachsene | 350 CZK (ca. 14 €) | 400 CZK (ca. 16 €) |
| Hunde (Maulkorbpflicht) | 50 CZK (ca. 2 €) | 50 CZK (ca. 2 €) |
Wissenswert über Hřensko in die Edmundsklamm
Der Zugang zur Edmundsklamm erfolgt vom kleinen Ort Hřensko. Dieses Dorf im Ústecký kraj in Tschechien befindet sich an der Grenze zu Deutschland, direkt an dem Punkt, an dem die Kamnitz (Kamenice) in die Elbe mündet. Hřensko heißt auf deutsch Herrnskretschen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Hřensko zu einem beliebten Erholungs. Neben der Edmundsklamm und ihren Kahnfahrten bietet Hřensko weitere sehenswerte Orte, vor allem das berühmte Prebischtor. Der Ort am Böhmischen Nationalpark liegt perfekt, um sowohl die Böhmische als auch die Sächsische Schweiz zu erkunden.
–> mehr über Hřensko
Weiterführende Links
- die Edmundsklamm ist ein Teil der Kamnitzklamm
- nach der Edmundsklamm kannst du noch in die Wilde Klamm
- so findest du den Edmundsklamm Parkplatz – der Gleiche wie für das Prebischtor
- das lohnt sich über das zu Prebischtor zu wissen
- Böhmische Schweiz – entdecke die Schönheiten
Häufige Fragen
Die Edmundsklamm ist eine beeindruckende Schlucht, die sich im unteren Bereich des Kamnitztales in der Böhmischen Schweiz befindet. Sie erstreckt sich über etwa 3,5 Kilometer zwischen der Stimmersdorfer Brücke unterhalb von Mezná (Stimmersdorf) und Hřensko (Herrnskretschen). Die Klamm ist bekannt für ihre steilen Felswände, den wilden Flusslauf und die malerische Landschaft.
Ja, man kann durch die Edmundsklamm wandern. Allerdings ist ein Teil des Weges durch die Klamm nur mit einem Kahn befahrbar. Nach einer bestimmten Strecke erreicht man den Punkt, an dem der Wanderweg endet und die Kahnfahrt beginnt.
Für eine komplette Wanderung durch die Klamm, einschließlich der Kahnfahrt, sollte man etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Prinzipiell gibt es keinen Eintritt für die Edmundsklamm als solchen. Besucher können frei entlang des Wanderwegs durch die Klamm wandern, ohne eine Eintrittsgebühr zu entrichten. Wenn du aber durch die gesamte Klamm wandern möchtest, geht das nur in Verbindung mit einer Kahnfahrt. Die Fahrt mit dem Kahn ist kostenpflichtig.
Ja, man kann mit einem Boot durch die Edmundsklamm fahren. Die Edmundsklamm ist bekannt für ihre Kahnfahrt.
Nein, um die gesamte Edmundsklamm zu durchqueren, ist eine Kahnfahrt erforderlich.
– Von Ostern bis Anfang Oktober ist die Edmundsklamm täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
– Von Anfang Oktober bis Anfang November ist die Klamm täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Die Wanderung durch die Edmundsklamm ist technisch leicht und kann von den meisten Besuchern problemlos bewältigt werden.
Ja, die Wanderung durch die Edmundsklamm ist grundsätzlich auch für Kinder geeignet. Die Klamm bietet eine relativ leichte Wanderung entlang des Kamnitzflusses, die auch für Familien mit Kindern machbar ist. Kinder finden die Kahnfahrt durch die Klamm besonders spannend. Auch der Wasserfall ist interessant, wenn er ausgelöst wird.
Wenn dir der Wasserfall in der Edmundsklamm gefällt, solltest du auch einmal diese besonderen Wasserfälle besuchen:
– Trusetaler Wasserfall (Thüringen, Deutschland):
Der Trusetaler Wasserfall ist ursprünglich ein künstlich angelegter Wasserfall und heute der größte Wasserfall in Thüringen. Webseite: Trusetaler Wasserfall
– Todtnauer Wasserfälle (Deutschland):
Die Todtnauer Wasserfälle sind eine natürliche Attraktion im Schwarzwald und gehören zu den höchsten Wasserfällen in Deutschland. Sie bieten in Kombination mit einer Hängebrücke beeindruckende Ausblicke. Webseite: Todtnauer Wasserfälle
– Risslochwasserfälle (Deutschland):
Die Risslochwasserfälle sind eine Serie von Wasserfällen im Nationalpark Bayerischer Wald. Sie sind die größten Wasserfälle im Bayerischen Wald. Webseite: Risslochwasserfälle
– Bad Gasteiner Wasserfall (Österreich):
Der Bad Gasteiner Wasserfall ist einer der bekanntesten Wasserfälle in Österreich und mit über 300 Metern Fallhöhe einer der größten Wasserfälle in Europa. Webseite: Bad Gastein Wasserfall
– Dreimühlen Wasserfall (Deutschland):
Der Dreimühlen Wasserfall befindet sich in der Eifel und ist der größte wachsende Wasserfall in Deutschland. Webseite: Dreimühlen Wasserfall
– Josefsthaler Wasserfälle (Deutschland):
Die Josefsthaler Wasserfälle liegen in Bayern und bieten eine schöne Wanderung durch bewaldetes Gelände zu den Wasserfällen zwischen Schliersee und Spitzingsee. Webseite: Josefsthaler Wasserfälle
– Scheidegger Wasserfälle (Deutschland):
Die Scheidegger Wasserfälle befinden sich im Allgäu und sind eine eindrucksvolle natürliche Sehenswürdigkeit. Webseite: Scheidegger Wasserfälle
– Niagarafälle (USA / Kanada):
Die Niagarafälle sind eine der bekanntesten natürlichen Attraktionen der Welt und gehören zu den größten Wasserfällen Nordamerikas. Webseite: Niagarafälle
Die Entscheidung zwischen der Edmundsklamm und den Schwedenlöchern hängt von den individuellen Vorlieben und Interessen ab, da beide Ziele unterschiedliche Erfahrungen bieten:
– Edmundsklamm:
Die Edmundsklamm bietet eine malerische Schluchterfahrung, bei der Besucher durch enge Felswände und entlang eines Flusses wandern können.
Die Kahnfahrt durch die Klamm ermöglicht eine einzigartige Perspektive auf die Landschaft.
Es ist eine relativ leichte Wanderung und eignet sich gut für Familien und Besucher jeden Alters.
Die Klamm ist während der Öffnungszeiten für Touristen zugänglich.
Die Kahnfahrt ist kostenpflichtig.
– Schwedenlöcher:
Die Schwedenlöcher sind eine markante Felsformation im Nationalpark Sächsische Schweiz und bieten eine herausfordernde Wanderung mit vielen Treppen und Steigungen.
Die Wanderung durch die Schwedenlöcher führt durch enge Felsspalten und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Umgebung.
Es ist eine anspruchsvolle Wanderung und erfordert eine gute körperliche Verfassung und festes Schuhwerk.
Die Schwedenlöcher sind kostenlos zugänglich und können das ganze Jahr über besucht werden, jedoch sind die Wege bei schlechtem Wetter möglicherweise rutschig und weniger zugänglich.
Letztendlich hängt die Wahl zwischen der Edmundsklamm und den Schwedenlöchern davon ab, ob man eine gemächlichere Schluchterfahrung mit der Möglichkeit einer Kahnfahrt oder eine anspruchsvollere Wanderung durch enge Felsspalten und steile Anstiege bevorzugt. -> Schwedenlöcher
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